Kleinkunstbühne nixfürungut Merzhausen

Ein neuer Name. Eine neue Bühne.

 

 

nix
für
ungut

 

Sonntag, 22. Mai 2016
With Shakespeare in Love:
Hamlet
frei komisch nach Shakespeare von und mit Bernd Lafrenz
Dorfstr. 60, 79280 Au, Beginn 19 Uhr

 

Telefonische Kartenreservierung unter 0761/89760980 


Hamlet

HAMLET - frei komisch nach Shakespeare

Ein Feuerwerk pantomimischer Parodien und Clownerien

von und mit Bernd Lafrenz

Masken: Hélène Caboor

Einer spielt den HAMLET vollkommen allein: Bernd Lafrenz. Das tut er seit Jahren ununterbrochen, und er macht es in einer eigenen, ungemein lebendigen und schöpferischen Aktion so gut, dass das Publikum schließlich animiert wir, selbst mitzumachen, die Scheu verliert - und auch die Scheuklappen.

Da wird die klassische Vorlage durch den Wolf gedreht und dann noch gegen den Strich gebürstet, parodistisch verfremdet bis zum grotesk-komischen Krimi. Dabei bleibt Shakespeares HAMLET  inhaltlich bestehen, und auch ein Rest Shakespeare'scher Sprache bleibt immer erhalten, zuweilen als bewusst gegen die Clownerie gesetzter Kontrapunkt.

In erster Linie will Bernd Lafrenz dem Publikum Spaß vermitteln.

Doch das ist nicht das einzige Anliegen: Die Figuren, die zum festen Inventar der Weltliteratur gehören, sollen mit anarchischer Lust vom Sockel geholt werden. Es ist eine Form, Scheu und ehrfürchtige Furcht vor dem großen Shakespeare zu nehmen und doch unumstößliche Wahrheiten in das Jetzt zu retten.

Das kann freilich nur einer, der tiefe Achtung vor dem Meister hat, profunde Kenntnis des Stoffes, und der über ein außergewöhnliches schauspielerisches Talent verfügt. Bei Lafrenz trifft glücklicherweise alles zusammen. Er ist ein Könner. Er spielt mit dem ganzen Körper (und mit dem Kopf sowieso). Das Repertoire dieses Autodidakten umfasst viel mehr als das klassisch Angelernte. Er kennt Tricks und Kniffe aus der Bühnenkiste, die wirklich neu sind, nicht abgeschaut, und spielt verwegen mit sämtlichen Stilmitteln. Commedia dell'arte-Elemente und Comic-Gesten verwandeln die literarische Tragödie in eine Slapstick-Aufführung, ohne je lächerlich zu wirken. Ein Hochgenuss der Persiflage.

Bernd Lafrenz ist ein vom Theater Besessener, einer, dem der HAMLET gerade recht kommt, sich auszutoben auf diesen Brettern, die ihm ganz sicher die Welt bedeuten. Behende und geschmeidig wechselt er blitzschnell die Rollen und Masken, verkörpert jede Figur aus "Hamlet" und natürlich Hamlet  selbst. Mit ausgeprägter Mimik, phänomenaler Bühnenpräsenz und putzmunterem Improvisationstalent zieht er das Publikum in seinen Bann. Was sich da auf der Bühne tut, ist wirklich "Theater total"!

DABEISEIN ODER NICHT DABEISEIN,

das ist hier keine Frage.

 

With Shakespeare in Love:
Bernd Lafrenz stemmt den „Hamlet“ auch im Alleingang mit Bravour

Was dem Goethe sein Gründgens ist dem Shakespeare sein Lafrenz – zumindest für den Freund der gepflegten Kleinkunst. Denn statt den Theatertempel sucht Bernd Lafrenz die Intimität der Kabarettbühne für seine freigeistigen Adaptionen der Shakespeare-Klassiker. Heute steht übrigens „Hamlet“ auf dem Spielplan.

Rache und Intrige – normalerweise ist der Stoff, aus dem Shakespeares „Hamlet“ ist, ein gefundenes Fressen für die Boulevardpresse: Ein Bruder- und Vatermord, den der Sohn und Thronfolger sühnen soll und der schließlich nach allerhand Ränke und Klingenkreuzen selbst sein Leben verliert. Garniert ist das Ganze natürlich noch mit Freundschaft und Liebe – die Handlung des Bühnenklassikers mit dem berühmten Zitat von Sein oder Nichtsein ist jedem Theaterfreund bekannt.

„Der Rest ist Schweigen“, könnte man nun den Prinzen zitierend schließen, wenn die „Hamlet“-Aufführung im Mainzer Unterhaus nicht etwas ganz Besonderes wäre: Bernd Lafrenz spielt Hamlet. Und den Geist des ermordeten Vaters auch. Darüber hinaus den Mörder Claudius. Und den Freund Laertes. Und natürlich auch die Mutter Gertrude und die geliebte Ophelia. Nicht zu vergessen: Regie führt er natürlich auch.

Man könnte meinen, dass Bernd Lafrenz einen Lieblingscharakter hat. Aber wenn, rückt er damit nicht heraus. Der immobile Prinz, der sein Königreich gegen ein Pferd tauschen möchte, der pfiffige Hofnarr Yorick, die verzweifelte Ophelia, der altersschwache Geist – sämtliche Rollen gibt er mit der gleicher Intensität und Hingabe.

Heute also „Hamlet“ – natürlich ohne Gewähr, dass auch jedes Wort so bei Shakespeare steht! Hier ist das Spiel wichtiger als Kulisse und Requisite; und vielleicht kann Lafrenz genau deswegen mit vielen eingestreuten Pointen und freien Assoziationen seinen Helden ein Leben einhauchen, dessen Vitalität eine große Bühne fast zwangsläufig schuldig bleiben muss.

Zumal auch diesmal die Zuschauer mitwirken und als akustische Statisten für die Geräuschkulisse sorgen dürfen: „Machen Sie jedes Geräusch, das sie auf der Bühne erkennen“, braucht Lafrenz auch gar nicht lange zu ermuntern: Schon murmeln die Ostseewellen, ist es schaurige Nacht mit Eulenruf oder tratscht das Volk über die Königin.

Kurzum: Das Kleinkunstpublikum kommt also einmal mehr in den Genuss von Wandlungsfähigkeit und Überzeugungskraft des Künstlers, der sich nach und nach den ganzen Shakespeare einverleibt, um ihn in gelungenen Ein-Personen-Stücken im Stile der Commedia dell’arte auf die Bühne zu zaubern.

Einverleiben ist hierbei übrigens ein treffendes Wort, denn wo andere Mimen eine Rolle spielen und sich mit eben diesem Charakter zur Gänze identifizieren dürfen, ja müssen, da hat Lafrenz gleich das ganze Personal zu spielen: Hier kämpft er nicht gegen einen anderen, sondern muss quasi mit sich selbst ringen. Aber dies bedeutet, dem Stück sicherlich um einiges näher zu kommen als ein normaler Protagonist. Und Shakespeare natürlich auch, entsprangen die vielen Helden und Antihelden, die Lafrenz in (s)einer Person einfängt, weiland doch ebenfalls nur einem kreativen Geist… (Jan-Geert Wolff, Kulturjournalist)

 

Die Presse schreibt:

Hamlet: diesmal Komik statt Tragik
Zum La Piazza-Auftakt lieferte der Kabarettist Bernd Lafrenz den Knüller

"Sein oder nicht sein" war nicht die Frage, denn "dabeisein" war einfach alles, als der Vollblutschauspieler Bernd Lafrenz seinen "Hamlet - frei komisch nach Shakespeare" im De-Opera-Zelt zum Besten gab.

Begeisterte Zuschauerbeteiligung kennt man eigentlich nur aus dem Kasperl- und Kindertheater, doch was sich im Zelt abspielte, war das Nonplusultra des interaktiven Theaters. Sechseinhalb Stunden dauert der Hamlet, warnte Lafrenz, aber die hätte man locker abgesessen, denn was der Komödiant auf der Bühne in zwei Stunden zum besten gab, sucht in der bundesdeutschen Kleinkunstszene seinesgleichen. Bernd Lafrenz ist alles in einer Person, hehrer Hamlet, aufreizende Gertrude, dümmlicher Claudius, pubertäre Ophelia, rächender Laertes und allwissender Horatio.

...Bei dieser Persiflage auf seinen ganz ernst gemeinten "Hamlet, Prinz von Dänemark" muß sich der gute alte William Shakespeare nicht im Grabe umdrehen - dazu hätte er bei diesem Nonstop-Angriff auf die Lachmuskeln auch gar keine Gelegenheit.

Die Bitte an Bernd Lafrenz lautet: Unbedingt wiederkommen...
AUGSBURGER ALLGEMEINE

 

 

 


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